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Angst-und Panikhilfe Schweiz

Behandlung

Angsterkrankungen verlaufen unbehandelt oft fluktuierend und neigen zu Chronifizierung. Durch eine fachgerechte Behandlung lassen sich Ängste in der Regel günstig beeinflussen. Panikattacken, Erwartungsangst, Vermeidungsverhalten und generalisierte Angst können, schnell erkannt und behandelt, vermindert oder völlig abgebaut werden. Auch lassen sich komorbide Störungen als Komplikation verhindern, deren häufigste Depressionen oder Suchterkrankungen sind.

Die Ursachen von Angst sind vielfältig und müssen sorgfältig abgeklärt werden, damit eine gezielte Behandlung durchgeführt werden kann. Ist Angst körperlich verursacht oder Teil einer anderen psychischen Störung, steht die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Kann diese nicht in nützlicher Zeit gebessert werden, ist die symptomatische Behandlung der Begleitangst unumgänglich, was sich meist positiv auf den Verlauf der Grunderkrankung auswirkt.

Dieser Beitrag beschränkt sich auf die Behandlung der primären Angststörungen.

Unspezifische Massnahmen

  • Aufklärung
  • Hilfe zur Selbsthilfe (Patientenratgeber, Selbsthilfemanuale)
  • Umstellung der Lebensweise

Spezifische Behandlungsmethoden

  • Psychopharmakatherapie
  • Psychotherapeutische Verfahren (Gesprächs- oder Verhaltenstherapie)

Häufig beginnen die Schwierigkeiten mit der Frage, ob Angststörungen psychotherapeutisch oder pharmakologisch behandelt werden sollen. Nach neuesten Erkenntnissen muss die Integration von Pharmakotherapie und Psychotherapie – in erster Linie verhaltenstherapeutische Methoden – im Rahmen eines individuellen Gesamtbehandlungsplans als die Grundlage für die Therapie angesehen werden. Das Behandlungsziel muss nicht nur die Symptome der Angst, sondern auch deren Einfluss auf berufliche und soziale Funktionen berücksichtigen. Ängste und die damit verbundene psychosoziale Beeinträchtigung können im Verlauf der Erkrankung stark schwanken. Diese Schwankungen sind auch in der ersten Phase der Behandlung die Regel und nicht unbedingt Ausdruck einer unzureichenden Behandlung.